NIR · Mikrowelle · Kapazitiv · TDR.
Was passt zu eurem Material?
Wir zeigen euch ehrlich, wo Mikrowelle gewinnt — und wo nicht. 12 Kriterien, vier Verfahren, eine klare Empfehlung.
Welches Kriterium
ist euch wichtig?
Mehrfachauswahl. Je mehr Häkchen, desto schärfer die Empfehlung.
Wo welches Verfahren glänzt.
Mikrowelle (2-PMR)
Stärken: Volumenmessung, dichteunabhängig, robust gegen Staub/Temperatur, langzeitstabil.
Empfohlen für
- + Holzwerkstoffe (MDF, OSB)
- + Pellets, Hackschnitzel
- + Polymer-Granulate
- + Dünger, Tonerde
NIR
Stärken: Multi-Komponenten-Analyse (Fett, Protein, Asche), sehr trockene Materialien.
Schwächen
- − Nur Oberflächenmessung
- − Reinigungs-aufwändig
- − Lampen-Alterung
- − Farbsensitiv
Kapazitiv
Stärken: Sehr günstig in Anschaffung, einfache Mechanik.
Schwächen
- − Stark temperaturabhängig
- − Dichtesensitiv
- − Kontakt-Verfahren
- − Häufige Re-Kalibrierung
TDR
Stärken: Robust in homogenen Materialien (Boden-/Schüttgut), tiefe Profilmessung.
Schwächen
- − Sondenkontakt erforderlich
- − Langsame Rate (1-10 Hz)
- − Empfindlich gegen Salzgehalt
- − Wartungs-anfällig
FAQ Verfahrens-Vergleich.
Ist Mikrowelle immer überlegen? +
Nein. Bei sehr trockenen Materialien (< 1 % Feuchte) oder bei rein chemischer Analyse (Fett, Protein) hat NIR Vorteile. Wir setzen Mikrowelle ein wo Volumenfeuchte, Dichteunabhängigkeit, Staub-/Temperatur-Toleranz und Langzeitstabilität entscheiden.
Warum nicht beide Verfahren kombinieren? +
Wird gemacht. Vor allem in Lebensmittel-Linien — NIR für die schnelle Chemie-Analyse, Mikrowelle für die robuste Feuchteregelung. Wir liefern OPC-UA-Datenfeeds, die mit NIR-Systemen koexistieren.
Wie unterscheiden sich die Total-Costs? +
Mikrowelle hat höhere Investitionskosten (typisch 35–180 k€) aber kaum laufende Kosten — keine Lampen, keine Optik-Reinigung. NIR-Total-Cost steigt durch Lampen-Wechsel und Optik-Wartung. Über 10 Jahre meistens günstiger.
Was ist der Unterschied zu Berthold / Tews / Hydronix? +
Alle nutzen Mikrowelle. Unterschied ist das 2-PMR-Verfahren — gleichzeitige Feuchte- und Dichtemessung aus einer Resonanzkurve. Andere brauchen separate Dichte-Erfassung oder kompensieren rechnerisch.
Welche Verfahren nutzen ihr selbst? +
Im Werk Rellingen messen wir Kundenproben gravimetrisch (Referenz), Mikrowellen-Inline (Produktiv-Verfahren) und Karl-Fischer (chemisches Wasser, Labor-Referenz). NIR setzen wir nur ein, wenn der Kunde es bereits in der Linie hat.